2020 hat die Corona-Pandemie dem Tag des guten Lebens einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch Not macht ja bekanntlich erfinderisch: Statt eines großen stadtweiten Aktionstages gab es einfach mehrere kleinere Aktionen in den drei beteiligten Berliner Kiezen.

Brüsseler Kiez im Wedding

Kurz bevor die Pandemie das Leben in der Stadt bestimmte, trafen sich im Brüsseler Kiez im Frühjahr noch Interessierte beim Philosophie Café, um über das Thema Umweltethik zu diskutieren. Im Herbst wurde die Antwerpener Straße an zwei Tagen zur „Straße der Nachbarschaft“. Rund 150 Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die autofreie Straße, um ihre Nachbar*innen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen, Ideen für das gute Leben im Kiez zu entwickeln, zu spielen und zu musizieren.

Lichtenberger Kaskelkiez

Der Kaskelkiez in Lichtenberg startete mit einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Kiezblocks – lebendige Straßenräume für alle!“ in das Jahr 2020.

Ausgerüstet mit Tafelfarbe, Spraydose und einer guten Idee wurde ein altes Mauerstück zur Tafel des guten Lebens. Hier kann jeder seine Idee vom guten Leben festhalten.

Mehr Raum für Menschen statt für Autos – das war die Idee hinter dem Kiezwunder, das die Lichtenberger Gruppe ebenfalls 2020 auf die Straße gebracht hat. Der Handwagen XXXL widmet eine Parklücke für eine andere, gemeinschaftliche Nutzung um. Im November schließlich hatten alle Nachbar*innen die Möglichkeit, über ein neues Kiezmöbel abzustimmen, das im kommenden Jahr aufgestellt werden soll.

Ganghofer Kiez in Neukölln

Die Neuköllner Gruppe aus dem Ganghofer Kiez wollte im November neu starten und mit den „Herbstkonzerten für das gute Leben“ rund um die Anzengruber Straße eben jenes feiern, doch dann kam der Lockdown… Der Blick geht Richtung 2021.